4 typische Schwangerschaftsbeschwerden, auf die ich gern verzichtet hätte

Jede Frau, die schwanger ist, hat mehr oder weniger mit typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen. In diesem Beitrag möchte ich euch vier Symptome vorstellen, die für mich besonders unangenehm waren oder es immer noch sind. Dazu erhaltet ihr Tipps, die mir geholfen haben, besser mit den Beschwerden klarzukommen.

In meinem Beitrag „Schwangerschaftsupdate: die ersten 12 Wochen sind um“ hatte ich euch bereits erzählt, mit welchen Beschwerden ich zu tun hatte und teilweise auch noch habe.

Natürlich hätte es mich schlimmer treffen können. Dennoch kann eine Schwangerschaft alles auf den Kopf stellen und die Hormone werfen einen zum Teil richtig aus der Bahn. Das habe ich so nicht erwartet. Hier folgt meine Top 4 der unangenehmsten Schwangerschaftsbeschwerden!

1. Müdigkeit & Abgeschlagenheit

Etwa Ende der 4. bzw. Anfang der 5. SSW habe ich dieses Symptom bemerkt. Ich hatte jeden Tag nach dem Feierabend das Gefühl im Büro körperliche Schwerstarbeit verrichtet zu haben und das dringende Bedürfnis mich hinzulegen und auszuruhen. Das hielt etwa bis zur 10. Woche an und besserte sich dann zum Glück etwas.

Für mich war die Müdigkeit und dieses ständige Fertigsein eigentlich das schlimmste Begleitsymptom. Ich stecke sonst eher voller Energie und möchte den ganzen Tag – und besonders das Wochenende – möglichst auskosten und sinnvoll nutzen. Das heißt: früh aufstehen, um nicht schon zu viel Zeit zu verschlafen und etwas unternehmen.

Ich hatte anfangs noch versucht das abzutun bzw. meinen Körper zu überwinden, aber keine Chance. Ich fühlte mich wie gelähmt, total antriebslos und wollte am liebsten den ganzen Tag auf der Couch oder im Bett verbringen.

„Wenn du müde bist, gib deinem Körper, was er braucht und ruh dich aus.“

Das habe ich häufig als Ratschlag gehört. Ja, nach Feierabend oder am Wochenende mag das gehen, aber wenn einen auf Arbeit die Müdigkeit einholt?! Besonders schlimm nach der Mittagspause! Ich hab mich dann versucht aufzurappeln, mir eine Kollegin geschnappt und bin etwas spazieren gegangen. Ich denke, das hat ganz gut geholfen, um den Kreislauf wieder etwas in Schwung zu bringen. Zu Hause habe ich trotzdem die Couch vorgezogen. 🙂

Ein verständnisvoller Partner ist wichtig

Glücklicherweise habe ich einen davon erwischt. 🙂 Nein im Ernst. Ich fand es schwierig, weil es für ihn ja auch nicht gerade angenehm ist, wenn ich jeden Abend gegen acht wegschlafe (wenn ich bis dahin überhaupt durchgehalten habe) und auch am Wochenende auf nix richtig Lust hab und den ganzen Tag total unmotiviert bin. Er meinte, wenn das so ist, soll ich mir diese Zeit nehmen und Ruhe gönnen. Das wird ja sicherlich auch wieder vorübergehen. 🙂

Auf einmal waren mir auch der Haushalt, essen kochen und selbst shoppen zu viel. Ich bin mitten im Laden umgedreht und nach Hause gefahren, weil ich keine Lust mehr hatte. Mädelsabende und Treffen habe ich abgesagt, weil es mir zu anstrengend war, mich abends nochmal aufzurappeln.

Die gute Nachricht: es geht vorbei

Ab der 10. Woche hat sich das ganze glücklicherweise wieder gelegt. Die Lust, wieder „aktiver am Leben teilzuhaben“ und die sozialen Kontakte zu pflegen, sind zurückgekehrt. Zwar bin ich dahingehend noch nicht ganz die alte Dori, aber es ist in jedem Fall besser geworden. Diese Abgeschlagenheit und nervige Antriebslosigkeit tagsüber sind verschwunden, die Müdigkeit ist nach wie vor da, aber nur abends. Bis 22 Uhr halte ich durch, aber dann muss ich wirklich ins Bett. Mittagsschlaf mache ich am Wochenende auch, das habe ich vor der Schwangerschaft nicht gebraucht.

Meine Tipps bei Müdigkeit & Abgeschlagenheit

Nehmt euch wirklich die Zeit, die ihr braucht. So gern ihr das auch möchtet und entgegenwirken wollt: ihr könnt nichts tun, außer eurem Körper Ruhe zu gönnen!

Um trotzdem niemanden zu vernachlässigen, habe ich mir Folgendes überlegt und fahre damit recht gut:

  • Ich halte mir mindestens zwei Abende, eher drei unter der Woche frei (Arbeitstage), an denen ich zu Hause bin. Das heißt, mein Freund, ich und die Couch.
  • Termine wie Kosmetik, Nägel machen oder Zahnarzt- und sonstige Arzttermine lege ich wegen der Arbeit meist auf Nachmittag. Sind Wochentage also mit Terminen solcher Art verplant, fallen Treffen mit Freunden oder mein Mädelsabend in dieser Woche aus. Steht nichts an, nehme ich mir dafür gern Zeit.
  • Einen Tag lasse ich variabel und entscheide spontan, wonach mir ist.
  • Am Wochenende steht eigentlich tagsüber immer etwas an, am Abend wird spontan entschieden, ob wir uns mit Freunden treffen, Essen gehen oder einfach zu Hause bleiben.
  •  Es mag vielleicht egoistisch sein, aber da denke ich in erster Linie an mich.

2. Essen gegen Unwohlsein & ständiger Appetit

Ich hab beide Aspekte als einen Punkt zusammengefasst, auch, wenn ich auf zwei unterschiedliche Beschwerden eingehen möchte.

Ich muss etwas essen, sonst wird mir schlecht

Auch das kam etwa ab der 5. -6. Woche und hat sich mehr oder weniger eingeschlichen. Bis ich gemerkt habe, dass dies mit der Schwangerschaft zu tun hat und ich schleunigst reagieren sollte, wenn sich mein Körper meldet, sind einige Tage vergangen.

Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt hatte, bin ich von der eigentlichen Schwangerschaftsübelkeit verschont geblieben. Es war eher ein Unwohlsein, das sich breit gemacht hat. Dieses komische, flaue Gefühl kam alle paar Stunden: direkt nach dem Aufstehen, kurz nachdem ich auf Arbeit war und dann etwa alle 2-3 Stunden.

Für gewöhnlich ist es ja so, dass bei Hunger der Magen knurrt. Das habe ich, bevor ich schwanger wurde registriert und meist so hingenommen, aber dann auch gern eine Weile verstreichen lassen, ehe ich etwas gegessen habe. Das ging nun nicht mehr, denn dieses flaue Hungergefühl kam nicht vom Magen, sondern vom Kopf und hat sich vor allem durch

  • allgemeines Unwohlsein
  • Schwindel
  • Kreislaufbeschwerden

geäußert. Ein sehr komisches Gefühl, dem ich schnell entgegenwirken musste, denn je länger ich gewartet habe, desto unwohler wurde mir.

Mein Tipp bei flauem Gefühl und Unwohlsein

Wenn ihr dieses Gefühl bei euch verspürt, solltet ihr unbedingt etwas essen, denn es verschwindet leider nicht von allein. Etwa ab der 11. Woche habe ich eine Besserung verspürt und das Unwohlsein hat aufgehört.

  • Legt euch kleine Snacks zurecht, die ihr immer griffbereit habt, sobald ihr merkt, dass euch komisch wird (etwas kleingeschnittenes Gemüse, ein paar Nüsse, ein Würstchen oder was auch immer)
  • Nach dem Aufstehen habe ich oft direkt ein kleines Stück Schokolade gegessen und mir ging es sofort besser.
  • Manchmal genügt es auch schon, ein größeres Glas zu trinken.
  • Habt auch unterwegs immer einen kleinen Snack dabei, um schnell zu reagieren, wenn euch dieses flaue Gefühl überkommt.

Ständiger Appetit auf herzhaftes Essen

Ja, wenn ich nicht gerade müde bin und schlafe, denke ich eigentlich rund um die Uhr ans Essen. Ich überlege schon am Morgen, was es abends zu essen gibt und wie wir das Mittagessen am nächsten Tag gestalten. Bloß nicht in die Situation kommen, dass ich an einem Tag mal nicht ausreichend versorgt sein könnte. 🙂

Ich weiß, dass ich mich dahingehend zusammenreißen muss, da es nicht notwendig ist, für zwei zu essen, aber es fällt mir wirklich schwer. Ich mag eigentlich alles, was süß ist und kann Kuchen, Eis und Desserts nur schwer widerstehen. In der Schwangerschaft ist es eher umgekehrt. Süßes mag ich nach wie vor, aber herzhaft noch viel lieber. Vor allem:

  • Hausschlachtewurst
  • Pizza, Döner & chinesisches Essen
  • Nudeln in allen Variationen & am liebsten mit Käse überbacken
  • Bolognese-Sauce

Ansonsten esse ich natürlich auch alles, was ich sonst noch gern mag – das ist ziemlich viel und ich bin da nicht wählerisch. Was anfangs allerdings gar nicht ging, war Kaffee. Normalerweise brauche ich jeden Morgen, bevor ich mit meiner Arbeit beginne, eine Tasse Kaffee. Der hat mir dann gar nicht mehr geschmeckt und war einfach nur bitter. Ich bin auf Tee umgestiegen. Mittlerweilse geht es wieder und trinke etwa eine halbe Tasse, um in die Gänge zu kommen. Aber so richtig mit anfreunden kann ich micht noch nicht wieder. Aber es gibt Schlimmeres. 🙂

Mein Tipp bei ständigem Appetit

Ich hatte anfangs ein schlechtes Gewissen, weil ich so viel gefuttert habe. Mittlerweile tue ich das als Begleiterscheinung hab, die sicher bald wieder nachlässt. 🙂

Deshalb mein Tipp:

  • Esst, worauf ihr Bock habt und denkt nicht so viel drüber nach!
  • Ernährt euch aber nicht einseitig und vergesst auch Obst & Gemüse nicht.
  • Macht auch mal einen Spaziergang oder geht schwimmen, um einen kleinen Ausgleich zu haben. Auf mehr werdet ihr keine Lust haben, denn das macht euch die Müdigkeit zunichte. 🙂

Brustspannen & Berührungsempfindlichkeit

Eine sehr unangenehme Begleiterscheinung, die sich bei mir etwa in der 4. Woche zeigte, noch bevor ich eigentlich wusste, ob ich wirklich schwanger bin. Viele Mädels und Frauen haben typischerweise vor Beginn der Menstruation mit diesen Problemen zu tun. Ich auch, aber nicht in diesem Ausmaß wie aktuell. Ich hoffe, dass dies in den nächsten Wochen nachlässt. Kennt ihr diese Symptome auch?

  • Brust spannt vor allem an den Außenseiten
  • Schmerzen & starke Empfindlichkeit bereits bei der kleinsten Berührung
  • Brust steht die ganze Zeit wie unter Spannung

Mein Tipp gegen Brustspannen & hohe Empfindlichkeit

Also einen wirklichen Tipp gegen die Schmerzen habe ich leider auch nicht, vielleicht hilft euch aber Folgendes:

  • Tragt bequeme BH’s und kauft, wenn nötig neue! Es kann sein, dass eure Brust gleich zu Beginn der Schwangerschaft wächst. Nichts ist schlimmer als ein schlecht sitzender BH in Kombination mit Brustspannen und/oder dieser Berührungsempfindlichkeit.
  • Seid vorsichtig beim An- und Ausziehen, beim Umdrehen im Bett oder auf der Couch. Manchmal können kleine Unachtsamkeiten schon Schmerzen hervorrufen.
  • Bittet auch euren Partner etwas vorsichtiger im Umgang mit euch zu sein. Eine überschwängliche Umarmung kann bereits ausreichen, dass eure Laune von jetzt auf gleich umschlägt. 🙂

Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen. Interessieren euch solche Posts und möchtet ihr zukünftig mehr davon lesen? Dann gebt mir doch Bescheid.

Da Schwangerschaftsbeschwerden natürlich bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sind, interessiert mich auch dieses Mal eure Meinung: Welche Beschwerden stören euch am meisten und wie geht ihr damit um? Habt ihr Tipps für mich und andere werdende Mamis? Dann immer her damit!

Wenn sich einige Tipps gefunden haben, würde ich diese gern als Sammlung in der Kategorie „Tipps & Tricks“ unterbringen. Als schreibt mir fleißig Kommentare. 🙂

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