Schwanger 2016: meine Geschichte vom Kinderwunsch & positiven Schwangerschaftstest

Dieser Beitrag soll euch meine Geschichte erzählen. Hier erfahrt ihr, wie lange es gedauert hat, bis ich schwanger wurde und wie unsere erste Reaktion auf den positiven Schwangerschaftstest war.

Das wird nun mein erster „richtiger“ Post auf dem Blog. In der Kategorie „Über mich“ könnt ihr zwar schon Einiges über mich lesen, aber der erste echte Beitrag wird dieser hier.

Aller Anfang ist schwer – genauso geht es mir mit diesem Beitrag. Nachdem ich nun schon gefühlt unzählige Male mit dem Schreiben begonnen, aber danach gleich wieder alles verworfen habe, werde ich nun einfach runterschreiben, was und wie es mir in den Sinn kommt. Schließlich möchte ich euch an meiner Geschichte teilhaben lassen und nicht in ein paar Monaten immer noch hier sitzen.

Vielleicht mache ich mir um diesen Beitrag so viele Gedanken, da es ja sozusagen der Aufhänger für diesen Blog werden soll. Der Titel lässt bereits erahnen, worum es in diesem Post gehen soll – ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Ich denke, auf diese Weise könnt ihr noch mehr über mich erfahren und sie gibt einen guten Einstieg in mein Leben.

Ehe ich mit dem eigentlichen Thema beginne, vorab noch ein bisschen was zum Lesen. Wenn ihr darauf keine Lust habt, könnt ihr hier weiter nach unten zum eigentlich Schwangerschaftstest-Post springen und dort weiterlesen. Wenn ihr noch mehr erfahren wollt, lest hier weiter.

Kinderwunsch schon seit mehreren Jahren

Ein Kinderwunsch besteht bei mir eigentlich schon seit Längerem. Ich bin nun 33 Jahre, hätte mir aber auch durchaus schon vor sechs oder sieben Jahren vorstellen können, eine Familie zu gründen. Ich glaube, als Frau merkt man einfach, wenn man sich bereit dazu fühlt. Nicht immer spielen jedoch alle Faktoren gleich gut zusammen und manchmal soll es eben so sein, dass Dinge nicht sofort passieren. Der Plan, eine Familie zu gründen, rückte also nach hinten. Heute kann ich sagen, dies war gut so, denn als ich vor knapp vier Jahren meinen jetzigen Freund kennenlernte, wusste ich, dass dies der Mann sein würde, mit dem ich mir ein Kind absolut vorstellen konnte.

Pille absetzen, versäumte Rötel-Impfung und bevorzugtes Sommerkind

Mein Freund und ich hatten uns letztes Jahr im November 2015 entschieden, dass ich die Pille nun nach über 17 Jahren absetze. Wahnsinn, so eine lange Zeit. Dennoch haben wir nicht sofort auf die Verhütung verzichtet.

Vielleicht war ein Grund, dass wir es langsam angehen lassen und die – ich nenne es mal Freiheit – genießen wollten, es noch selbst in der Hand zu haben, schwanger zu werden. Zumindest aber war somit der Grundstein für unseren Kinderwunsch mit dem Absetzen der Pille gelegt.

Ganz wichtig: Immunschutz für Röteln prüfen

Ein weiterer Grund für die Verzögerung war, dass meine letzte Rötel-Impfung zu lange zurücklag und somit kein Immunschutz mehr bestand. Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht und ich bin eher zufällig über dieses Thema gestolpert. Ich kramte also erstmal meinen (noch sehr alten) Impfpass vor.

Da ich als Kind keine Röteln hatte, war ich dagegen nicht immun. Höchste Zeit also, den Impfschutz zu erneuern. Steckt man sich in der Schwangerschaft mit Röteln an, kann dies besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten schwerwiegende Folgen für das Ungeborene haben. Ich ließ mich dann im Februar impfen, was wiederum bedeutete, die nächsten 3 Monate nicht schwanger zu werden.

Warum das so ist und mehr zum Thema Röteln – Impfung & Immunschutz lest ihr im verlinkten Beitrag. Wenn bei euch also ein Kinderwunsch besteht, solltet ihr unbedingt euren Impfpass prüfen und sofern ihr nicht immun seid, für einen ausreichenden Schutz vor der Schwangerschaft sorgen.

Schwanger im Juni? Dann wird’s aber kein Sommerkind!

Eigentlich wollten wir ja nichts genau planen – wenn es passiert und ich schwanger werden sollte, dann ist es so – nach den drei Monaten Pause hätten wir also im Juni voll durchstarten können. Wir haben kurz gerechnet und gedacht – wenn es sofort klappt, wird es ein Februar- oder Märzbaby – ein Winterkind also.

Versteht mich bitte nicht falsch: der Geburtsmonat spielt für mich wirklich keine entscheidende Rolle – und wenn wir schon aktiv in der Kinderwunsch-Planung gewesen wären, hätte ich mich daran auch nicht gestört. Aber: ich selbst bin ein August-Kind und finde es toll, im Sommer Geburtstag zu haben. Man hat (meist) herrliches Wetter, kann draußen feiern und der Abstand bis Weihnachten ist genau richtig, um sich diese zwei Male im Jahr richtig auf Geschenke zu freuen. Für uns erstmal Grund genug, noch ein paar Monate zu warten.

Verschiebung auf September für „optimale“ Voraussetzungen

Unseren Jahresurlaub hatten wir dieses Jahr Anfang September geplant. Wir dachten uns, dass dies der perfekte Zeitpunkt wäre, den Traum von der eigenen kleinen Familie genau hier zu beginnen. Ganz entspannt und ohne uns Gedanken darüber zu machen. Sollte es sofort klappen, wäre es super und auch das Thema Winterkind wäre passé. Wenn es nicht sofort passiert, wäre es auch nicht schlimm. Irgendwann wird schon der richtige Moment sein.

Dieser eine Moment ließ nicht lange auf sich warten…

Ich weiß nicht, ob es nur so daher gesagt ist, dass manche Dinge meist dann passieren, wenn man sich nicht den Kopf darüber zerbricht und zu viele Gedanken über etwas macht. Zumindest habe ich immer mal wieder gelesen, dass es bei Paaren, die sozusagen strikt darauf hinarbeiten, schwanger zu werden, nicht immer erfolgreich ist. Bei uns sollte es wohl anders sein…

Ach was, ich bin doch nicht schwanger…

Es war Samstag, der 24.09.2016. Ich hatte die Tage davor schon ein Ziehen in der Brust, was zwar zu meinen typischen Menstruationsbeschwerden zählt, aber eigentlich nicht in dieser starken Ausprägung.

Mein Freund war derjenige, der meinte, ich solle doch mal einen Schwangerschaftstest machen. Ich hatte ihn dahingehend noch fast belächelt und meinte, dass ich noch nicht mal überfällig bin (Menstruation hätte etwa am 26.09. +/- einen Tag kommen müssen) und das eigentlich überflüssig wäre.

Ok, vielleicht bin ich doch schwanger?!

Ich hatte von meiner Freundin noch einige Schwangerschaftsfrühtests bekommen, die bei ihr übrig geblieben waren. Das waren nur so ganz einfache und dünne Teststreifen, aber sie erfüllen ihren Zweck. Da ich davon nun einen Stapel zu Hause hatte, dachte ich – ok, dann kann ich ja wirklich mal testen.

Als ich nach der verstrichenen Wartezeit auf den Test schaute, merkte ich, dass mir sofort total heiß im Gesicht und kribbelig im Bauch wurde – so, als wenn ich extrem aufgeregt bin und nicht weiß, was mich erwartet.

Neben der Kontrolllinie war tatsächlich eine (wenn auch zartere) zweite Linie zu erkennen – SCHWANGER! Ich hab gleich nochmal in der Packungsbeilage gelesen, ob dies denn auch stimmt, dass zwei Striche wirklich schwanger bedeuten und dann meinen Freund gerufen.

Mehrere Schwangerschaftstests stärken positives Gefühl

Der wollte es auch nicht glauben, dass es so schnell geklappt haben soll. Wir haben uns umarmt, gefreut und bei mir ist auch ein Tränchen gekullert. So richtig glauben konnte ich es dennoch nicht und ich hab an diesem und am nächsten Tag gleich noch einen Test gemacht. Natürlich haben auch diese Tests ein positives Ergebnis angezeigt und es war überflüssig erneut zu testen. Wenn das Schwangerschaftshormon einmal im Körper ist, ist es beim dritten Test nicht auf einmal weg.

Nichtsdestotrotz war ich noch nicht 100%-ig überzeugt und wollte noch bis Dienstag warten. Dann wäre ich einen Tag überfällig. Ich war bis dahin auch immer noch der festen Überzeugung, dass ich meine Regel bekomme und wollte nicht zu vorfreudig sein. Zur Sicherheit holte ich mir am Dienstag noch einen richtigen Schwangerschaftstest aus der Apotheke, da ich der Meinung war, einem Test aus der Apotheke muss man ja Glauben schenken. Das Testergebnis könnt ihr euch ja denken. 🙂

positiver-schwangerschaftstest

Ich habe dennoch versucht, mir nicht all zu viele Gedanken zu machen. Die Chancen standen zwar nicht so schlecht, aber sollten wir uns doch geirrt haben, könnten wir es auch nicht ändern.

Als sich bis Dienstag Nachmittag immer noch nichts getan hatte, rief ich bei meiner Frauenärztin an und bat um einen Termin. Innerlich freute ich mich wie Bolle, dass es nun wirklich geklappt haben sollte. Schon am nächsten Tag konnte ich zum Arzt und erfahren, ob sich ein neues Leben auf den Weg gemacht hat.

Wie der Termin verlief, was gemacht wurde und wie der Frauenarzt eine Schwangerschaft feststellt, lest ihr im nächsten Beitrag.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr euch rege am Austausch beteiligt und mitkommentiert. Erzählt mir eure Geschichte. Besteht bei euch ein Kinderwunsch und wenn ja, wie lange schon? Wie war eure erste Reaktion auf den positiven Schwangerschaftstest? Wie schnell hat es bei euch geklappt?

Ich freue mich von euch zu lesen.

dori-unterschrift

2 Kommentare

  1. Ramona

    Huhu liebe Dori,

    zunächst herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar unter meinem ersten Schwangerschaftspost und auch für deine liebe Email! Ich wünsche dir auf diesem Wege ebenfalls alles alles Gute für deine Schwangerschaft! Natürlich werde ich gerne ab und an bei dir vorbeischauen und deine Beiträge durchlesen 🙂 Wie du schon sagst findet man sich in der ein- oder anderen Situation bestimmt wieder, bzw. ist es generell spannend zu lesen wie andere Frauen sich fühlen etc.

    Nochmal herzlichen Glückwunsch und alles Gute 🙂
    Ramona

    1. Dori

      Liebe Ramona,
      danke auch dir für deine netten und lieben Worte. 🙂 Ich freue mich, wenn du öfter mal vorbeischaust und wir voneinander lesen. 🙂

      Bis dahin, viele Grüße

      Dori

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